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Das Papiertheater

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Papiertheater sind kleine Bühnen die den Theaterbühnen nachempfunden wurden. Sie wurden in der Zeit des Biedermeier im 19. Jahrhundert poppulär, wo sie in vielen Gesellschaftsschichten dem theaterbegeisterten Publikum zur Erziehung und Unterhaltung der Kinder beitrugen. Das Papiertheater besteht aus einem Proszenium, das Portal vor der eigentichen Bühne, und einem Vorhang. Dahinter befindet sich die eigentliche Bühne, die mit verschiedenen Bühnenbildern bestückt werden kann. Diese bestehen meist aus einem Hintergrund, Seitenkulissen oder Durchsicht, sowie Versatzstücke und Sofitten. Um ein Stück vorführen zu können sind mehrere Bühnenbilder so wie einen Figurensatz nötig. Diese Theaterstücke gab es in Form von Bögen in gut sortierten Papierhandel zu erwerben. Es waren zu beginn unkoloriert schwarzweiß Lithografien, die von hand oder auch mit Schablonen koloriert angeboten wurden. Später kam dann die Farblithografie, die sehr zur Verbreitung des Papiertheaters beitrug. Die Bögen wurden auf Pappe oder Sperrholz aufkaschiert und und dann ausgeschnitten. Auch gab es von einigen Verlagen Texthefte zu den einzelnen Stücken. Die Bühne wurde zunächst mit Kerzen, später aber auch elektrisch beleuchtet.
Aktualisierung 10.02.2014 von firlefanz